Freitag, 23. Januar 2009

Sommer

Seit einer Woche haben wir den richtigen australischen Sommer. Jeden Tag bis zu 35°. Das ist ganz schön warm. Selbst nachts wird es kaum kälter als 25°. Da sind wir froh, dass wir eine Klimaanlage im Haus haben. Über die Mittagszeit hält man es draussen eigentlich nicht aus, so das wir an den Wochenenden hier eine schöne Siesta halten.

Ansonsten früh zeitig raus, mit den Kindern zwei Stunden an den Strand und ich kann mich mal aufs Surfbrett legen. Abends gehen wir manchmal noch mal zu Marcella, die haben einen Pool im Garten und oft leckeres Abendessen. Besonders Mareike hat dort viel Spass, da sie mit ihrem besten Freund Alex spielen kann.

Im Januar gibt in Sydney jedes Jahr ein großes Festival. Wir waren mal dort zum Eröffnungstag, da Eintritt überall frei war und vor allem viel Kinderprogramm. Leider haben es Kleinen nicht bis zum Abend durchgehalten, so dass Grace Jones ohne uns als Zuschauer auftreten musste.

Da wir unser Visa verlängern wollen, mussten wir gestern einen Gesundheitscheck über uns ergehen lassen (inklusive Brustkorbröntgen). Die Australier haben offensichtlich Angst, dass hier TBC eingeschleppt wird. Für uns ist die ganze Sache nur lästig und teuer, denn diesen Check zahlt man aus eigener Tasche.

Am Montag ist Australia Day. Jeder ist also angehalten entweder grün-gold zu tragen oder T-Shirts, Hosen, Hüte und Sandalen mit australischer Flagge drauf. Dazu gehören zwei Fahnen ans Auto und Aufkleber 100% Australian.

Hier warten Mareike und Annika auf den Beginn des Kindersymphoniekonzertes, dass sich aber wegen Technikschwierigkeiten verzögerte und wir dann doch Eis essen waren.

Willkommene Abkühlung an einem heißen Festivaltag im Hydepark in Sydney.

Die drei Herren haben sehr musikalische Fahrräder. Im Moment sind die Sattelstützen gerade Flöten. Es gab aber noch jede Menge andere Musikinstrumente an den Rädern.

Die zwei sind nicht traurig, sonderen schauen Cinderella auf DVD.

Mittwoch, 7. Januar 2009

Sommerferien

Weihnachten, Silvester und die ersten zwei Januarwochen sind hier in Australien die traditionellen Sommerferien. Die Uni hat zu, der Kindergarten hat zu, nur einkaufen kann man immer noch. Wir sind für zwei Wochen (über Weihnachten und Silvester) nach Stuarts Point gefahren (500km nördlich von Sydney). Dort waren wir schon mal mit Olina und Rudolf im Oktober und es hatte uns gut gefallen. Diesmal hatten wir etwas mehr Zeit dort, um die umliegenden Strände und Ortschaften zu erkunden.
Für die Kinder (besonders Mareike) war es natürlich besonders wichtig, ob der Weihnachtsmann (Santa) auch den Campingplatz finden wird. Die Geschenketüten waren im Auto nur schwierig zu verstecken, und nach zwei Tagen meinte Mareike, der Weihnachtsmann wäre schon da gewesen und hätte Geschenke unter den Autositzen versteckt. Sie ließ aber noch die Erklärung gelten, der Weihnachtsmann hat bestimmt schon ein paar Geschenke vorher bringen lassen, weil er sonst nicht alles am Weihnachtsabend tragen kann.
So ging alles also noch mal gut. Hier gibts die Geschenke ja erst am 25. früh. Und als alles früh im Zelteingang lag war die Welt wieder in Ordnung.
Wir waren mit unseren zwei kleinen Zelten auf dem Zeltplatz völlig underequipt. Wenn der Australier für zwei oder drei Wochen campen geht hat der alles mit.
1. Mehrere Zelte und darüber eine 5x7m Plane
2. Motorboote, Angeln
3. Fahräder, Surfbretter
4. Kühlschränke, Fernseher, Videorekorder, Spielkonsolen
u.s.w.
Der Campaufbau dauert gewöhnlicherweise mindestens 2 Tage.
Zum Glück sind unsere zwei Kleinen recht kontaktfreudig und hatten sich bezeiten mit Kindern angefreundet, die den größten Spielzeugvorat hatten, so dass keine Langeweile aufkam.
Wir haben uns also insgesamt prächtig erholt, denn der Australier geht ausser zu Silvester spätenstens um 22.00Uhr ins Bett, steht aber auch um 7.00Uhr wieder auf, womit wir kein Problem hatten.
Erwähnenswert ist sicher noch, dass es zu Silvester keinerlei privates Feuerwerk (ausser Wunderkerzen) gibt. So verlief auch Silvester sehr friedlich, bis auf das Müllauto, das am Neujahrmorgen 6.30Uhr die Mülltonnen abgeholt hat.
Zum Urlaubsabschluss gab es dem schönen Wetter (nie unter 25°C) noch ein mächtiges Gewitter, mit Regen bis in den Morgen, so dass wir alles nass einpacken mussten.
Nun bleibt uns noch eine Woche in Sutherland mit den Kindern, die wir mit Baden gehen (wir haben seit 3 Tagen immer über 30°C) verbringen.


Sonnenbrillen sind für alle Pflicht, auch im Auto.

Gruppenbild mit drei Damen.

Baden.

Vor dem Gewitter.

Und danach.